Als privat gekennzeichnete Mails werden im JustRelate CRM gespeichert. Der Schutz dieser E-Mails vor unberechtigtem Zugriff ist durch das Standard-Zugriffskonzept sichergestellt. Nur ausgewählte Administratoren mit gesetztem Admin-Flag (cubes-Administratoren) erhalten Vollzugriff auf E-Mails. Projektierer sind beim Upgrade angehalten, dieses Flag nur bei Administratoren zu setzen, die Exchange-Administratoren gleichgestellt sind. Es ist nicht vorgesehen, private E-Mails nach dem Versand aus dem CRM zu löschen. Im Rahmen der weiteren Entwicklung eines E-Mail-Sicherheitspakets soll mindestens der Body von privaten E-Mails (und privaten Terminen) verschlüsselt werden.
Hinweise für den Administrator
Zugriffsschutz gewährleisten
Lange Ladezeiten verhindern
Um lange Ladezeiten beim Aufruf des Postfaches zu reduzieren, beherrscht das System asynchrones "Pre-Fetch" der E-Mails aus dem Posteingang ("Inbox") des Groupware-Accounts.
Es sind keine Schritte nötig, um dieses Feature zu aktivieren oder zu konfigurieren. Man kann das Feature jedoch explizit abschalten, indem die Variable PSA_MBX_DIS_PFC auf y (nicht verwenden) gesetzt wird. Gesteuert wird das "Pre-Fetch" durch den Job PSA_MBX_PRE_FTC. Er braucht nur aktiv zu sein, da er bei Bedarf automatisch gestartet wird.
Voraussetzungen für den Pre-Fetching-Start für einen Benutzer
- Der Benutzer muss eine aktive Server-Groupware-Konfiguration haben.
- Er muss entweder mit OpenID Connect angemeldet sein, alternativ mit klassischem Auto-Login.
- Beim Öffnen des Postfachs darf das Passwort nicht abgefragt werden.
- Ist eine Session eingeloggt, dann wird unabhängig vom Job ein asynchroner Pre-Fetch ausgelöst, damit der Anwender beim Öffnen des Postfachs sofort Inhalte erhält und nicht erst auf den nächsten Job-Lauf warten muss (Ausführungsintervall des Jobs: eine Minute).
- Das Pre-Fetching beginnt wie das Postfach mit einem Zeithorizont von einer Woche ausgehend vom aktuellen Zeitpunkt. Ändert der Anwender den Zeithorizont im Postfach, dann wird für die Session diese Einstellung auch für das Pre-Fetching genutzt.
- Die Posteingangsordner aller ausgewählten Team-Postfächer (Sammelpostfächer) werden mit einbezogen. Die Aus- oder Abwahl eines Teams wird ebenfalls unmittelbar im Pre-Fetching berücksichtigt.
Das Pre-Fetching kann nicht genutzt werden…
- für andere Ordner als den Posteingang ("Inbox") und
- wenn mit expliziten Suchbedingungen jenseits des Zeitraums gearbeitet wird.
Ausnahme: "gelesen" und "ungelesen" wird vom Pre-Fetching mit abgehandelt.
Wichtige Hinweise
Loggt sich ein Benutzer mehrfach ein, dann hat jede Session eine eigene Pre-Fetch-Instanz. Beim Ausloggen wird das Pre-Fetching für die Session beendet. Alle Pre-Fetch-Daten werden verworfen.
Scheitert der Zugriff auf ein Groupware-Postfach durch falsche Konfiguration oder fehlende Berechtigung ("Login-Fehler"), dann wird das Groupware-Postfach für die Dauer der Session vom Pre-Fetching ausgeschlossen. Entsprechende Logger-Meldungen werden auf Level INFO geschrieben.
Der besagte Job triggert jeweils nur die Session-Instanzen, die ihrerseits asynchron das Pre-Fetching ausführen. Deshalb sind die Logging-Ausgaben des Jobs nur allgemeiner Natur. Möchte man den Ablauf detailliert nachvollziehen, kann der Logger in der log4j-Konfiguration für die Klasse de.pisa.psa.dto.psa_act.MbxPfcNfo geeignet definieren werden.
Beispiel für Logger-Ausgaben auf Level DEBUG:
log4j.logger.de.pisa.psa.dto.psa_act.MbxPfcNfo=DEBUG, CONSOLElog4j.additivity.de.pisa.psa.dto.psa_act.MbxPfcNfo=false
Insbesondere beim Anlegen neuer JustRelate-CRM-Accounts sollten die Log-Dateien genau geprüft werden. Probleme in der Groupwarekonfiguration sind nur im Log feststellbar, da das Pre-Fetching im Hintergrund abläuft.