Passwortrichtlinien für Passwortfelder

Für Passwortfelder können Passwortrichtlinien definiert werden, die vom Client bei der Passworteingabe geprüft werden, und ein Passwort wird entsprechend akzeptiert oder abgewiesen.

Die Passwörter werden über „bCrypt“ mit „Salz und Pfeffer“, basierend auf dem Blowfish-Algorithmus, verschlüsselt. Die Passwörter werden beim Login durch Server und Client mit der Challenge/Res­ponse-Methode geprüft anstatt mit einem einfachen Vergleich.

Variablen

Der CRM-Standard bietet eine Basisimplementierung. Über die Variable PSC_PWD_VRF_PAT kann ein regulärer Ausdruck definiert werden, den das Passwort erfüllen muss. Ist die Variable gesetzt, ist das Feature aktiv.

Zusätzlich kann über die Variable PSC_PWD_VRF_MSG eine Meldung definiert werden (Deskriptor), die ausgegeben wird, wenn das Passwort nicht passt.

Nach einem Upgrade

Attention

Achtung: Die mit dem CRM-Standard ausgelieferten Benutzer wie PSA, SALESADMIN, CUSTOMIZER, SALESDEMO usw. haben nach dem Upgrade kein Standardpasswort mehr. Vor dem Upgrade werden alle Benutzer gesichert. Anschließend ermittelt das System, welche Benutzer beim Upgrade geändert oder hinzu­gefügt wurden.

Kommt ein Benutzer hinzu oder hat der bestehende Benutzer dasselbe, ein leeres oder ein altes MD5-Passwort, dann wird es auf NOPWD gesetzt, und er ist gesperrt. War der Benutzer bereits vor­handen und hatte ein anderes Passwort als das neu importierte, dann wird wieder das alte Passwort gesetzt.

Der Benutzer PSA als Ausnahme

Für den Benutzer "PSA" gelten diese Regeln nicht, da er als einziger Benutzer nicht gesperrt werden darf. Sein Passwort wird auf "abgelaufen" gesetzt, und der Anwender muss bei der nächsten Anmeldung ein neues vergeben.

Sollen Benutzer wie CUSTOMIZER usw. wieder benutzbar sein, muss für sie ein neues Passwort in der Mitarbeiterverwaltung vergeben werden.

Abgelaufene Passwörter

Passwörter können auch ablaufen. Das Feature kann über die Variable PSC_PWD_VLD gesteuert werden (Anzahl von Tagen). Wenn die letzte Passwortänderung (Eintrag in der Passworthistorie) länger als diese Anzahl an Tagen zurückliegt, wird der Anwender beim Login aufgefordert, ein neues Passwort zu vergeben.

Für den Benutzer PSA ist der Wert der Variablen auf 3650 (ca. 10 Jahre) gesetzt.

Hinweis für das Customizing

Für die Verwaltung von Passwörtern (und andere Einstellungen) gibt es die neue Tabelle PSA_KEY_VAL. Mit den Methoden PsaKeyVal.get und PsaKeyVal.put kann man mehrere Schlüssel-Wert-Paare auf einmal lesen und schreiben. Die Werte werden für einen Benutzer (UIC) abgelegt. Werte lassen sich über den Benutzer 0 global speichern. Passwörter verschlüsselt man vorher mit PsaUti.encrypt.

Diese zentrale Tabelle ist nicht auf Passwörter beschränkt, sondern kann für alle möglichen Einstel­lungen genutzt werden, z.B. Filtereinstellungen bei Chronos, Zugangsdaten für MS Graph oder weitere Schnittstellenzugänge (z.B. SMTP, Exchange, Lotus, Echobot).