Im CRM-Postfach werden alle E-Mails und Nachrichten (Termineinladungen) aus dem Groupwarekonto des eingeloggten Anwenders angezeigt. Nur die synchronisierten E-Mails (in der Regel die dienstlichen) werden im CRM-System abgelegt.
Zugriffssicherheit für Groupwarekonten
Hinweis: Um nicht "alle" E-Mails im Groupware-Postfach anzuzeigen, können Sie E-Mails, die keinen dienstlichen Charakter haben, mit Hilfe von Filterregeln auf andere Ordner verteilen.
Zum Schutz des Zugriffs auf das Groupwarekonto über das Postfach gibt es Mechanismen, die prüfen, ob der Zugriff durch den angemeldeten User erlaubt ist.

Groupware-Passwortdialog
Für die Server-Konfiguration gibt es zwei Server-Properties, mit denen der Zugriff auf die Groupware geprüft und eingeschränkt werden kann. Die Properties
gwc.prf.enagwc.prf.dis
werden auf dem Applikationsserver in der Datei "server.properties" verwaltet. Sie gelten somit nur für den Applikationsserver, der mit der entsprechenden "server.properties"-Datei gestartet wird. Sie sind nicht im Repository abgebildet!
Groupware-Benutzer muss existieren
Beide Einstellungen erwarten Groupware-Login-Namen, die durch ein Semikolon getrennt sind. Das sind genau die Namen, die in der Liste Administration/Kontakte/Groupware-Benutzer in die Spalte Groupware-Benutzer eingetragen wurden.
Beispiele:
gwc.prf.ena=alice;bob;carlagwc.prf.dis=Lothar Lehmann;Norbert Neumann
Beide Einstellungen unterscheiden nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung, d.h. "alice", "Alice", "ALICE" usw. beziehen sich auf denselben Groupware-Login-Namen, also dasselbe Groupware-Konto.
Positivliste gwc.prf.ena
Diese Einstellung ist eine Postivliste ("Whitelist"). Ist sie gesetzt, dann darf nur auf genau diese Groupware-Konten zugegriffen werden. Alle anderen Groupware-Konten gelten als nicht erreichbar.
Im Beispiel oben kann also nur auf die Groupware-Konten "alice", "bob" und "carla" zugegriffen werden.
Negativliste gwc.prf.dis
Diese Einstellung definiert eine Negativliste ("Blacklist"). Ist sie gesetzt, dann werden die aufgeführten Konten vom Groupware-Zugriff ausgeschlossen. Alle anderen Konten sind erreichbar.
Verwendung
Es ist sinnvoll, immer nur genau eine der beiden Einstellung zu definieren. Hat man dennoch beide Einstellungen definiert, dann sind nur die Groupware-Konten erreichbar, die in der Positivliste aufgeführt und nicht auch in der Negativliste enthalten sind.
Die Positivliste ist die stärkere Einschränkung. Möchte man den Zugriff gezielt nur auf wenige ausgewählte Groupware-Konten erlauben, dann kann das damit leicht erreicht werden.
Die Negativliste kann genutzt werden, um einzelne ausgewählte Konten explizit vom Groupware-Zugriff auszuschließen, während allgemein alle konfigurierten Groupware-Konten erreichbar sein sollen.
Hinweis: Der Einsatz dieser Einstellungen sollte im Vorfeld möglichst genau geplant werden. Nachdem man das laufende System aktualisiert hat (Menü Entwicklung/Werkzeuge/Serverproperties vergleichen) erfordert jede nachträgliche Änderung in der Regel einen Neustart des Applikationsservers, mindestens jedoch, dass sich alle Benutzer erneut anmelden.
Allgemein
Beim ersten Laden des Postfachs wird immer geprüft, ob der Zugriff erlaubt ist. Das Ergebnis dieser Prüfung wird in der Session gespeichert, so dass bis zum Abmelden keine erneute Prüfung stattfindet.
- Ein Anwender mit Domänen-Account und Desktop-Integration, also mit bestätigtem Single-Sign-on, wird nie nach dem Groupware-Passwort gefragt.
- Ein Anwender ohne Single-Sign-on wird einmal nach dem Groupware-Passwort gefragt. Der Anwender hat drei Versuche, ein gültiges Groupware-Passwort einzugeben.
Für Domänen-Nutzer ist das Exchange- oder (Lotus) Domino-Passwort i.d.R identisch mit dem Kennwort für den Windows-Login.
Die Option "Passwort speichern" legt das Passwort permanent ab, wenn die Passwort-Prüfung erfolgreich war. Dann unterbleiben künftige Abfragen, was insbesondere auch Anwender mit Nicht-Windows-Computern betrifft.
Sicherheit
Die Sicherheit ist gewährleistet. Selbst, nachdem das CRM-Login-Passwort (z.B. durch einen Administrator) zurückgesetzt wurde, wird beim Öffnen des Postfachs nach dem Groupware-Passwort gefragt. Auch eine endgültig gescheiterte Zugriffsprüfung wird in der Session gespeichert, so dass beim erneuten Öffnen des Postfachs in derselben Session keine erneute Abfrage stattfindet. Das bedeutet, dass eine gescheiterte Zugriffsprüfung das Postfach leer lässt; es werden keine Datensätze geladen.
Der E-Mail-Import-Job hat mit dem Postfach(-Dialog) nichts zu tun und ist hiervon in keiner Form betroffen.
Tipp: Die Option "Passwort speichern" reduziert das Sicherheitsniveau. Prüfen Sie daher bitte, ob dies tatsächlich erforderlich ist. Idealerweise haben alle Nicht-Admin-Anwender "NOPWD" als CRM-Passwort und gelangen nur per Auto-Login (Single-Sign-on) ins System. Dann ist kein ungeschützter Zugriff auf das Postfach möglich.