Die Windward-Reportengine verwenden

Die optionale Reportengine WINDWARD wird als Report-Engine für Kunden mit Quoting-Lizenz verwen­det. Damit unterstützt das JustRelate CRM die Angebotsgenerierung mit Stücklisten und technischen Textbausteinen.

Attention

Achtung: Verwenden Sie mit 64 Bit-Office bitte nur den Web-Client. Die Schnittstelle zum Windows-Client wird von einem 64 Bit-Office (unabhängig von der Version) nicht unterstützt.
Dies hat zur Folge, dass mit dem Windows-Client weder Windward-Vorlagen noch Office-Dokumente bearbeitet werden können. Das Wiedereinchecken von Dokumenten scheitert bzw. der Vorlagenas­sistent wird erst gar nicht aufgerufen.

Information zum Einsatz der neuen Windward-Versionen

Windward Reports für Angebotsgenerierung

Die Report-Engine von Windward Studios ist eines der wenigen Tools, das relativ anwenderfreundlich die servergetriebene Generierung von Microsoft Word-Berichten unterstützt. Die Templates sind DOCX-Dokumente und können in Microsoft Word bearbeitet werden. In den Templates lassen sich mit Unterstützung durch einen Assisten­ten Windward-Tags auswählen, die den Datenfluss und die Formatierung des generierten Doku­ments steuern. Aus den Loader-Objekten erstellt das CRM serverseitig ein XML-Dokument, das mit dem vorbereiteten DOCX-Template über die Windward Report-Engine ein Dokument mit den Nutzdaten der Maske generiert. Bei der Vorlagengestaltung ist es von Vorteil, Grundkenntnisse über die Erstellung von Windward Reports zu haben.

Vorteile von Windward 12

  • Umfangreiches Bugfixing
  • Neue Funktionen für die Vorlagengestaltung
  • Die Restriktion "keine Textrahmen" gibt es seit Version 12 nicht mehr. Damit ist es jetzt auch mit Windward möglich, kundeneigene Briefvorlagen mit wenig Aufwand ins CRM zu übernehmen. (Anders als Tabellen können Textrahmen nicht mit dem Inhalt größer werden.)
  • Die Restriktion "keine statischen Bilder" wurde weitgehend beseitigt.
  • Dynamisch eingefügte Bilder können skaliert werden.
  • MS Excel ist als Vorlagenformat einsetzbar (kein Vorlagenassistent verfügbar).

Siehe www.windward.net, wo auch das Windward Wiki (im Support-Bereich) zu finden ist.

Vorteile von Windward 14

  • Ablösung von iText durch eine eigene PDF-Engine, dadurch besseres Mapping der Word-Eigenschaften in PDF.
  • Refactoring der DOCX-Ausgabe, Step 1, dadurch verbesserte Wiedergabe von Tabelleneigenschaften.
  • Unterstützung von in Word 2010 und 2013 neu eingeführten Objekteigenschaften, z.B. bei Bildern.
  • Handling von DOCX-Eigenschaften, die es laut Spezifikation nicht geben dürfte, z. B. bei Formatvorla­gen.

Hinweise zu Windward 15

Neue CRM-Versionen werden mit Windward 15 ausgeliefert. Wir empfehlen allen Bestandskun­den, auf diese Version upzudaten. Sie bietet im Hinblick auf die DOCX- und PDF-Verarbeitung deutliche Vorteile (vor allem aufgrund von Bugfixes) im Vergleich zu Version 12 und 14.

Version 15 unterstützt kein RTF mehr, weder als Eingabe- noch als Ausgabeformat. Aus diesem Grund muss das gesamte Vorlagenwesen frei von RTF sein. Dafür sind folgende Schritte notwendig:

  • Alle Windward-Vorlagen mit dem Ausgabeformat RTF (z.B. Angebots-, Textbaustein- oder Brief/Fax-Vorla­gen) müssen in eine neue Revision kopiert und auf das Ausgabeformat DOCX umgestellt werden (Multi-Select-Funktion „Nach DOCX konvertieren“).
  • Gibt es noch Windward-Vorlagen, die HTML-Markup ausgeben oder verarbeiten, das clientseitig nach RTF konvertiert wurde (z.B. für Datenblätter, die CLOB-Felder andrucken oder E-Mail-Vorlagen), so wer­den diese Vorlagen mit dem Web-Client und mit einer Windward Version größer als 14 nicht mehr funktionie­ren. Diese Vorlagen können auf BIRT umgestellt werden. Dafür sollte entsprechender Aufwand einkalkuliert werden. E-Mail-Vorlagen empfehlen wir auf das HTML-Vorlagenformat umzustellen (Tool = HTM).

Hinweis: Zum Einsatz höherer Windward-Versionen (aktuell Version 22) wenden Sie sich bitte an Ihren JustRelate-Projektingenieur.

Notwendige Berichtsvorlagen-Aktualisierung im CRM

  1. Standard-Berichtsvorlagen für Windward Reports
    • Sämtliche RTF-Templates wurden mit der am Vorlagenformular abrufbaren Funktion nach DOCX kon­vertiert.
    • Das Ausgabeformat der Standardvorlagen für Briefe, Angebote und Besuchsberichte wurde von RTF nach DOCX umgestellt, da die RTF-Ausgabe beginnend mit Windward 12 zu nicht unterstütz­ten Fehlern führt. Dies betrifft insbesondere Tabelleneinzüge.
    • Für die Vorlagen- und Textbausteinbearbeitung ist MS Office 2007 oder höher erforderlich (das von MS angebotenen Upgrade-Utility für Office 2003 ist für die Bearbeitung von Windward -Vorlagen unbrauchbar).
    • Im Unterschied zu Windward Studios empfehlen wir zur Vorlagenbearbeitung MS Word 2010. MS Word 2013 hat bei komplexen Reports (z. B. verschachtelte Tabellen) Probleme mit der grafischen Darstellung. Wenn Sie trotzdem mit Word 2013 arbeiten möchten, warnen wir davor, den Kompatibilitätsmodus unbedacht abzuschalten, weil dadurch sämtliche Tabelleneinzüge auf 0 gesetzt werden. Das Ergebnis ist zwar ein "besseres" DOCX, Sie benötigen jedoch unter Umständen viel Zeit für manuelle Nacharbeiten.
    • Anwender, die keine Vorlagen bearbeiten, sondern nur generierte Berichte ansehen, können weiter­hin Office 2003 verwenden. Es ist jedoch notwendig, das „MS Office Compatibility Pack for DOCX-File Format“ zu installieren.

Hinweis: JustRelate empfiehlt, für alle Anwender auf MS Office 2007 und höher umzustellen. Der Mic­rosoft-Support für Office 2003 endet Anfang 2014.

  1. Behandlung bestehender kundenspezifischer RTF-Vorlagen:
    • Die Vorlagen müssen mit der Select-Funktion "DOCX-Konvertierung" umgewandelt werden. Sie kopiert die Vorlage, konvertiert die Kopie in das DOCX-Format, nimmt eine Fehlerbereinigung im Hin­blick auf die PDF-Ausgabe vor und checkt sie mit einer um eins erhöhten Revisionsnummer im System ein, sodass die höhere Revisionsnummer automatisch genutzt wird.
    • Kunden, die direkt von Windward 4.1 updaten, müssen mit manueller Nacharbeit rechnen, sofern das Template mit ver­schachtelten XPath-Rechenfunktionen arbeitet oder <wr:set> verwendet. Komplexe XPath-Rechen­funktionen müssen ab Windward 12 gekapselt werden. Bei <wr:set…> wurde die Syntax geändert. Im Rahmen des Updates sollten Unterstützungsleistungen einkalkuliert werden.
  2. Stellen Sie bitte das Ausgabeformat Ihrer eigenen Vorlagen ebenfalls auf DOCX um, sofern Sie ein bearbeit­bares Format benötigen.

Automatische DOC-Konvertierung deaktivieren

  • Es gibt eine Variable namens PSA_RPT_CNV_RTF_TO_DOC, die festlegt, ob generierte RTF-Dokumente in DOC umgewandelt werden, bevor sie eingecheckt werden. Diese Variable muss zurückgesetzt werden (=n).

Textbaustein-Vorlagen aktualisieren bei Verwendung von Textbausteinen

Einzelne RTF-Textbausteine können bei der Angebotsgenerierung zum Absturz oder zu defekten Ange­botsdokumenten führen, die sich mit MS Word nicht öffnen lassen. Aus diesem Grund sind folgende Anpassungen erforderlich:

  1. Alle Textbausteinvorlagen müssen nach DOCX konvertiert werden, wie im vorangegangenen Abschnitt beschrieben. Bei allen Textbausteinvorlagen muss das Ausgabeformat manuell auf DOCX umgestellt werden.
  2. Alle Textbausteine von allen Angeboten, von denen noch ein Dokument generiert werden soll, müssen ebenfalls konvertiert werden. Hierfür gibt es am Angebotsformular im Menü "Dokumentation" für jede Sprache einen Button "Textbausteine nach DOCX konvertieren". Um die alten RTF-Textbausteine zu behalten, können Sie das Angebot in eine neue Version überführen. Die Funktion ersetzt die RTF-Textbausteine durch DOCX-Textbausteine gleichen Inhalts. Die Konvertierung findet lokal in Ihrem Client statt. Dort sollte zu diesem Zweck Word 2010 installiert sein.
  3. Dokumente in der Dokumentdatenbank, die wie Textbausteine verwendet werden (z.B. Allgemeine Geschäftsbedingungen im kaufmännischen Angebot) müssen mit der Select-Funktion "DOCX-Konver­tierung" umgewandelt werden. Diese Funktion kopiert das Dokument, konvertiert es in das DOCX-Format, und checkt es als neue Version ins System ein. Die alte Version wird archiviert.
  4. BLOBs, die wie Textbausteine verwendet werden (z.B. die Brief-Fußzeile) müssen beispielsweise mit MS Word manuell von RTF nach DOCX konvertiert und neu eingecheckt werden.